Anmerkungen zu IL.
Nachfolgende Zitate, die anscheinend vom Vorstand des DCNH gedeckt werden, wurden Frau Ingvild Svorkmo Espelien (u.a. Genetikerin und Zellbiologin(NTNU), Mitglied des Zuchtbeirats des NLK, Interimsvorsitzende des NLK 2007) vorgelegt:
„Wir züchten nur mit gesunden Hunden ohne Lundehundsyndrom“.
„...dass versucht wird, heimlich mit Hunden, die tatsächlich am Lundehundsyndrom erkrankt sind, zu züchten“.
Die Stellungnahme von Frau Espelien hierzu:
”Jeg håper jo dere får bruke Pelle og eventuelt andre hunder som har hatt IL men blitt friske igjen. Uttalelsene du siterer vitner om stor grad av kunnskapsmangel hos den som sa det/skrev det”.
Übersetzung: “Ich hoffe doch, dass ihr Pelle verwenden könnt und ggf. auch andere Hunde, die IL gehabt haben, aber wieder gesund sind. Die von dir zitierten Aussagen deuten auf eine große Kenntnislücke hin bei dem-/ derjenigen, die dieses sagte/schrieb“.
Anm. der Übersetzerin: Nach Aussage verschiedener DCNH-Mitglieder hat ein Hund, der einmal an IL erkrankt war, immer IL. Hierzu die Aussage verschiedener norwegischer Fachleute:“ DIES WAR, IST UND BLEIBT FALSCH, egal wie oft es wiederholt wird“!
Es ist ferner erstaunlich, dass ein Mitglied des DCNH-Vorstandes sogar mehrmals versucht hat, vom Labor bzw. Tierarzt die Blutwerte von Pelle zu erfahren, warum das?
Bärbel Greter-Zybarth (BDÜ) 

 

NACHTRAG ZUM EXPOSÉ „Gesundheitszustand Norwegischer Lundehund“ von I. Espelien

In Norwegen werden Lundehunde, die IL hatten und wieder genesen sind, in der Zucht verwendet. Dies ist wünschenswert von Seiten des NLK, sofern der Hund wieder gesund ist. Es ist NICHT möglich durch Blutanalysen oder sonstige Untersuchungen festzustellen, ob ein Hund an IL erkrankt war oder nicht. Die jüngsten Forschungsergebnisse bieten auch keinen Anlass dazu so etwas zu behaupten. Falls jemand (in Deutschland)die Ergebnisse so auslegt, deutet es darauf hin, dass total missverstanden wurde, welche Art von Forschung durchgeführt wurde und was die Ergebnisse zeigen. Einen Zusammenhang zwischen der Konzentration der Proteine im Blut und dem Vorhandensein von IL zu finden, ist etwas völlig anderes als die Aussage, dass ein Lundehund mit einer gewissen Konzentration dieser Proteine im Blut IL hatte, hat oder bekommen werde. Es handelte sich hierbei um statistische Arbeiten und eine statistische Wahrscheinlichkeit für den Zusammenhang von Indikatoren mit einer Krankheit.

Andere Deutungen kämen der Behauptung gleich, wenn das letzte Kind ein Mädchen war, lasse sich darauf schließen, dass das nächste ein Junge wird, weil statistisch gesehen die Verteilung 50 : 50 ist.

Für uns, die Forschung betreiben oder betrieben haben, ist eine kritische Deutung der Ergebnisse selbstverständlich, für andere kann es hingegen zu katastrophalen Missverständnissen kommen.

Diese ganze Problematik (Anm. d. Übersetzerin: Aussagen, die in Deutschland als der Weisheit letzter Schluss veröffentlicht werden)wird im Zuchtbeirat in Norwegen behandelt und mit dem Vorsitzenden des NLK besprochen.

© Ingvild Svorkmo Espelien

© Aus dem Norwegischen von Bärbel Greter-Zybarth

I Norge brukes lundehunder som har hatt IL i avl. Dette er ønskelig fra lundehundklubbens side, forutsatt at hunden er blitt frisk. Det er IKKE mulig å påvise at lundehunden har hatt IL ved hverken blodprøve eller andre undersøkelser.

Forskningsarbeidene du har sendt meg gir heller ikke belegg for å påstå noe slikt. Dersom noen i lundehundklubben i Tyskland tolker resultatene på den måten, tyder det på at de har misforstått helt hva slags forskning som er gjort og hva resultatene viser. Det er noe helt annet å finne en sammenheng mellom nivå av blodproteiner og forekomst av IL enn å si at en lundehund med et visst nivå av disse proteinene har, har hatt eller kan får IL. Dette er statisstiske arbeider, og statistisk sannsynlighet for en indikators sammenheng med en sykdom. Det blir som å påstå at om man fikk en jente sist, får man en gutt som det neste barnet, fordi statistisk sett er 50% av barna av hvert kjønn. Lett å forstå for oss som er vant med forskning, men det ender gjerne med katastrofale misforståelser hos andre.

Jeg tar opp saken med avlsrådet og leder av lundehundklubben i Norge lørdag.

Ingvild Svorkmo Espelien